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Güntersen für Anti-Neonazi-Fest geehrt

Das Göttinger Tageblatt v. 10.11.2015 berichtet:

Dorf beim Deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeichen gewürdigt

Güntersen. Ein großer Erfolg für das kleine Güntersen: Der 700-Einwohner-Ort wurde beim Deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeichen geehrt. Das Dorf erhielt für das im Februar organisierte Anti-Neonazi-Frühlingsfest den Sonderpreis „Zeichen der Zeit – erkennen und handeln“.

Als einer von neun Preisträgern in unterschiedlichen Kategorien wurde der Ort bei der Verleihung in Lübeck ausgezeichnet. Das Frühlingsfest hatten die Bürgerinnen und Bürger des Dorfes auf die Beine gestellt, um ein Zeichen gegen Aktivitäten des Rocker-Clubs Hells Angels und von Neonazis zu setzen. Mit dem Fest sollte zugleich Position für ein demokratisches Miteinander bezogen werden. Ortsheimatpflegerin Ortrud Scholle-Spalke, Frank Spalke, Connie und Bernd Lehr sowie Barbara Jahns-Hasselmann und Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne) nahmen den Preis entgegen. Sie gehören dem Festkomitee „Güntersen – bunt statt braun“ an.

Mit dem Fest im Februar hätten die Bürger gezeigt, dass ein Dorf für die Werte der Zivilgesellschaft einstehen könne, sagte der Komitee-Vorsitzende Bernd Lehr. Dass es dafür nun auch noch einen bundesweiten Preis gab, nahm er mit Freude und auch mit etwas Stolz zur Kenntnis. „Letztlich haben wir in Güntersen durch diesen gemeinsamen Kraftakt Solidarität eingefordert und auch erhalten“, so Hasselmann. Diese Erfahrung habe Kraft gegeben und den Ruf und des Dorfes sehr gefördert.

Scholle-Spalke versprach, in den Räumen der Ortsheimatpflege in der Alten Schule einen würdigen Platz für Urkunde und Glaspokal zu finden. Damit solle den Güntersern gezeigt werden: „Das ist auch euer Preis.“ Das Preisgeld soll nach Angaben des Ortes wahrscheinlich dem Verein „Güntersens Zukunft“ zugutekommen, aber darüber sollen noch gemeinsam das Festkomitee und die Dorfversammlung entscheiden.

Der Preis ist insgesamt mit 14000 Euro dotiert. Für Güntersen gab es in diesem Jahr 1000 Euro. Der Ort war damit zum zweiten Mal hintereinander bei der Preisverleihung vertreten. 2014 hatte Hasselmann nämlich zusammen mit dem Arzt Werner Gerhold für den Günterser Guatemala-Verein VMM (www.vmm-guatemala.de) den Zeitzeichen-Preis in der Kategorie „Internationale Partnerschaften“ erhalten, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro.

Die Dorfversammlung des Projektes „Dorf mit Zukunft“, auf der es um die Verwendung des Preisgeldes geht, beginnt am Dienstag, 10. November, um 19.30 Uhr im Sporthaus. Weitere Tagesordnungspunkte sind der Verein „Güntersens Zukunft“ und ein Gespräch mit der Demographie-Beauftragten der Verwaltung des Landkreises Göttingen, Regina Meyer.

Von Jörn Barke

 

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